"Comoara" aka "The Treasure", wie er außerhalb von Rumänien genannt wird, hat mich allein wegen der Inhaltsbeschreibung dazu veranlasst, ihn auf der Viennale zu sichten. Zwei Freunde suchen nach einem verschollenen Schatz? Klingt doch super! Costi führt ein einfaches, friedliches Leben in Bukarest mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn. Als ihn sein Nachbar Adrian um Geld bittet, erzählt ihm dieser von einem verschollenen Schatz, den Adrians Großvater anscheinend vor den Kommunisten versteckt hat. Costi beschließt, seine Ersparnisse in das wahnwitzige Vorhaben einer Schatzsuche zu investieren.
"The Treasure" ist ein sehr ruhiger Film, der von allen von Laiendarstellern getragen wird, was aber aufgrund der einfach gehaltenen Story kein Problem darstellt. Den Hauptteil des Films nimmt die Schatzsuche ein, die vor allem durch ihren trockenen Humor lebt. Das ständige Piepsen des Metalldetektors brachte das Publikum ständig zum Lachen; dazu kommen die technischen Gebrechen der Detektoren, die Sticheleien zwischen Adrian und dem Arbeiter und die zahlreichen Etablissements, die Adrians geerbtes Grundstück, auf dem die Schatzsuche durchgeführt wird, im Laufe der Jahrzehnte beherbergt hatte. Die Suche zahlt sich letztendlich doch aus, und es werden Benz-Aktien aus den 60ern ausgegraben. Mit seinem Anteil kauft sich Costi eine Ladung Schmuck, die er stolz seinem Sohn als richtigen Schatz vorzeigen kann. Beim Umrechnen unterläuft Costi und Adrian ein Fehler, der jedoch im Film weiter nicht thematisiert wird. Die Frage, ob Costi nun ein steinreicher Mann ist oder sich nach dem Kauf der Klunker hoch verschuldet hat, wird nicht geklärt, was ich sehr schade finde.
Fazit: Es passiert nicht viel, aber trotzdem hat mir "The Treasure" sehr gut gefallen.
